Die Sony a6300 – Der Anfang vom Ende der E-Bajonett APS-C Linie?

Sony hat heute die a6300 angekündigt deren Spezifikationen leider deutlich unter meinen Erwartungen bleiben. Dazu kommen ein paar sehr teure 2.8er KB Zooms aber keine neuen APS-C Objektive. Dies ist Anlass für mich einen skeptischen Blick auf die Zukunft des APS-C E-Systems zu werfen.

Die Einschätzungen sind natürlich durch meine eigenen Erfahrungen und Bedürfnisse geprägt. Ich drehe (bisher) keine Videos, nutze sehr gerne manuelle Objektive und bin sehr Preisbewusst.

Ein Rückblick auf die Geschichte des E-Bajonett

2010 brachte Sony die ersten beiden Kameras mit E-Bajonett heraus. Technisch lagen diese ein ganzes Stück hinter den DSLRs der Konkurrenz zurück, der AF war lahm und die Bedienung eine Zumutung. Trotzdem waren die Nex-3 und Nex-5 recht erfolgreich, wohl nicht zuletzt weil sie von vielen genutzt wurden um Altglas zu adaptieren. Das brachte auch mich 2011 zum E-Bajonett.

Die nachfolgenden Kameras brachten alle deutliche Fortschritte mit sich, die Nex-5n bot eine merklich bessere Bildqualität und Bedienung. Die Nex-6 den Sucher und mit der a6000 wurde schließlich der AF flott gemacht.
Und danach? Kam erstmal lange nichts. Zwar meldete SAR gefühlt seit Ende 2014 im zwei Wochen Abstand, dass demnächst ein Nachfolger der a6000 käme aber es dauerte schließlich 2 Jahre bis der „Nachfolger“ die a6300 angekündigt wurde. Details zur Kamera gibt es im SKF-blog.

Sony fokussiert seine Ressourcen auf das KB-System

Kurz vor der a6000 war die a7 Reihe auf den Markt  gekommen und wurde enthusiastisch vom Markt aufgenommen, viele Fotografen die zuvor mit Sonys APS-C Kamera unterwegs waren wechselten aufs Kleinbild. Ich war einer von ihnen. Sony investiert seit dem kräftig in eine Erweiterung des Objektiv- und Kameraangebots im KB Sektor und baut dabei immer teurere Kameras wie die a7rii (UVP 3500€) und Objektive wie das 1.4/35 (UVP 1.700€).

Bei den APS-C Kameras tat sich nach Ankündigung der a6000 im Februar 2014 leider fast gar nichts mehr. Im August 2014 kam noch die a5100 die allerdings keinerlei Innovationen bot und wenig Aufmerksamkeit bekam.

Wesentlich bedenklicher, als die längeren Produktzyklen bei den Kameras, finde ich die ausbleibenden APS-C Objektive. Die letzen Neuvorstellungen waren das 4/16-70 und 4/18-105 im Herbst 2013 vor 2.5 Jahren.
Zwar kamen in dem Zeitraum eine große Zahl von KB Objektiven auf den Markt, so richtig sinnvoll lassen sich davon aber nur wenige an einer APS-C Kamera nutzen und vor allem sind die Objektive fast ohne Ausnahme sehr teuer.

Sonys APS-C Objektivangebot

Es gibt nach wie vor viele Lücken im Objektivangebot, welche die Konkurrenz im MFT- und X-System längst gefüllt hat. Meine drei Jahre alte Objektivübersicht ist im Wesentlichen noch aktuell während sie bei Fuji oder MFT längst völlig überholt wäre.

Bei Sony gibt es aktuell

  • Kein bezahlbares Makro um 60mm
  • Kein lichtstarkes Weitwinkel
  • Kein bezahlbares Portraitobjektiv 
  • Kein sehr gutes Standardzoom
  • Kein lichtstarkes Teleobjektiv
  • Kein Tele über 300mm äquivalent

Die Stärke von Sony im APS-C Bereich sah ich vor allem in der Verfügbarkeit von relativ kleinen aber noch bezahlbaren Objektiven. Das gilt zwar prinzipiell immer noch, aber je länger keine neuen Objektive angeboten werden, desto relativ unattraktiver wird Sony’s Angebot. Auch nützt der so starkk beworbene AF der a6300  wenig, wenn es kein lichtstarkes 2.8/50-150 Objektiv gibt mit dem man sehr dynamische Szenen fotografieren würde.

Während Sonys APS-C Linie seit 2.5 Jahren im Dornröschenschlaft liegt hat die Konkurrenz in Form von MFT und Fuji hat ihr Angebot kräftig ausgebaut und bietet jenseits der Basisobjektive inzwischen ein in meinen Augen deutlich attraktiveres Angebot. Und je länger Sony nicht nachlegt, desto größer wird der Abstand.

Die Sony a6300

Die wesentlichen Features der a6300 sind nach meiner Einschätzung die folgenden:

  • 4k Video
  • besserer AF
  • ein vollelektronischer Verschluss
  • Der Sucher hat nun 2.3 statt 1.4 Mio Pixel
  • Life View Tracking bei 8 Bildern/Sekunde – Das könnte ein wichtiger Fortschritt sein weil bisher immer nur das letzte Bild gezeigt wurde was die Objektnachverfolgung so gut wie unmöglich machte.
  • Schnellen AF mit adaptierten A- und EF-Bajonett Objektiven.
  • Der Sensor is nach Sonys Angaben neu entwickelt. Ob es dabei Fortschritte jenseits schnellerer Auslesung bit, da bin ich erstmal skeptisch bis es belastbare Vergleiche gibt. Von der in der a7rii eingesetzten BSI Technologie ist keine Rede.

Ein wesentliches Feature was sie nicht hat ist ein eingebauter Bildstabilisator. Ich hatte persönlich fest damit gerechnet und er hätte die Kamera für mich deutlich attraktiver gemacht, gerade in Verbindung mit manuellen Teleobjektiven.

Auch hätte ich bei dem Preis ein zweites Bedienrad erwartet.Das Bedienkonzept für die AF-Punkt Auswahl scheint nicht die dringend benötigte Überarbeitung erfahren zu haben. Achja einen Touchscreen gibts auch immer noch nicht.

Ebenfalls abschreckend finde ich den Preis von 1249€. Wenn Video für einen wichtig ist mag das anders aussehen, aber für mich als Fotografen sind die Fortschritte doch sehr überschaubar und von nur eingeschränkter Praxisrelevanz die in keiner Relation zum Preis steht.

Mir scheint, dass Sony die a63000 stark auf Profitmaximierung getrimmt hat, die Kosten für die Hardware dürfte nur unwesentlich über der a6000 liegen welche bei der Markteinführung für gut die Hälfte verkauft wurde. Guckt man sich eine zerlegte a7ii an, so scheint der Stabilisator ein deutlicher Kostenfaktor zu sein.

Steht eine Entwicklung wie beim A-Bajonett bevor?

Meine Befürchtung ist, dass das Sony E-Bajonett im APS-C Bereich den selben Weg geht wie das A-Bajonett.

Das A-Bajonett hat Sony 2006 von Konica-Minolta übernommen und zu Beginn sehr kräftig in den Ausbau des Objektivangebots investiert. Als der Erfolg ausblieb und wurde zuerst die Marschrichtung deutlich geändert und das SLT Konzept eingeführt welches aber auch keinen Erfolg brachte. Seitdem hat Sony nur noch in sehr geringem  Umfang ins System Investiert,  in den letzten 5 Jahren wurden ganze zwei neue KB-Objektive und 3-APS-C Objektive auf den Markt gebracht. Außerdem gab es noch  leichte Überarbeitungen bereits vorhandener Objektive die mit einem sehr hohen Preis kamen. Die letzte nennenswerte Neuentwicklung war die a77ii welche zu einem  hohen Preis von 1.250€ auf den Markt gebracht wurde. Einen relevanten Marktanteil hat das A-mount inzwischen nicht mehr und meine Einschätzung ist, dass es nicht mehr darum geht Marktanteile zu gewinnen sondern nur noch darum mit den verbliebenen Systemnutzern bei geringer Investition möglichst viel Geld zu verdienen.

Beim E-Bajonett sind leider aktuell im APS-C Bereich  viele Parallelen zu dieser Entwicklung zu sehen. In Objektive wird seit Jahren nicht investiert, dafür verdoppelt sich die Zeit zwischen Kameramodellen genauso wie der Preis der Kamera.

Fazit

Ich hatte mit dem Gedanken gespielt den a6000 Nachfolger anzuschaffen um eine kompakte Reisekamera zu haben die ich auch als „Telekonverter“ sowie für Videoprojekte hätte nutzen können. Dabei war ich allerdings von einem Preis unter 1000€ und einem eingebauten Stabilisator aus gegangen. Auch hatte ich auf neue APS-C Objektive gehofft, nicht unbedingt weil ich sie gekauft hätte, sondern als Bekenntnis von Sony zum APS-C Format.

Leider wurden diese Hoffnungen enttäuscht und bei mir festigt sich der Eindruck, dass Sony in Zukunft nur noch sehr eingeschränkt in sein APS-C System investieren wird und stattdessen möglichst viele Kunden zum lukrativeren KB System drängen möchte.

Als die a6000 auf den Markt kam hatte ich keine Hemmungen sie Freunden und Bekannten zu empfehlen. Mit der a6300 ist das leider nicht mehr der Fall. Das liegt zum einen an der Kamera aber vor allem auch am System als Ganzen.

Weitere Artikel

 

 

 

25 Gedanken zu „Die Sony a6300 – Der Anfang vom Ende der E-Bajonett APS-C Linie?“

  1. Ich finde es immer sehr erheiternd, wenn neue Fotoprodukte schon zerrissen werden, bevor diese am Markt eingefuehrt worden sind! Noch ist die Photokina 2016 etwas entfernt, wo die Firmen ihre Neuigkeiten vorstellen. Also etwas Zurueckhaltung in Sachen APS-C Objektive fuer die Sony ist da sicher angebracht, da wird sicher noch einiges vorgestellt werden!

    1. Och ich denke Preis und ein nicht vorhandener Stabilisator lassen sich auch so gut bewerten.

      Meine Zurückhaltung bei den Objektiven ist nach inzwischen 2.5 Jahren seit der letzten Objektivankündigung inzwischen etwas aufgebraucht.

      1. Es ist doch alles vorhanden, was der A6000 Anwender so braucht und das auch noch zu vernünftigen Preisen, bei recht guter optischer Qualität! Eine Bildstabilisierung O.K., ich brauche sie persönlich nicht.
        Ich glaube, dass es immer etwas zu beanstanden gibt, wie z.B. auch der fehlende Touchscreen, den die Smartphone-User so sehr vermissen!

        1. Die a6300 ist auch keine Kamera für Fotografen. Deshalb wäre ein eingebauter Stabi total überflüssig.
          Die Bedienelemente an der a6000 sind schon sehr gut durchdacht und plaziert worden. Würde nicht wollen das da was geändert wird.
          Die Handyfotografen die einen Touchscreen vermissen sollen dann lieber beim Handy bleiben oder zur a5100 greifen, die hat einen. Noch dazu ist sie die Einzige neben der a7s die ein Livebild von Langzeitbelichtungen ermöglicht. Soviel zu deinem das mit der a5100 nichts enovatives kam 😉

          Bei der a6300 hast du den Mirofoneingang vergessen und das sie die Bildprofile der a7s in sich birgt. Dazu noch 120fps in 1080p kann.

          Zu deiner genannten Objektivknappheit kann ich nur den Kopf schütteln.
          Warum wird ein System nur auf das des Herstellers reduziert? Das Sel 50f18 ist genieal als Portraitobjektiv und sehr günstig. Willst nen 85mm f1,4 nimmst du das von Samjang.
          Genau so im Weitwinkel ist das Samyang 12mm f2 spitze.
          Und durch die Adaption von alten und manuellen und sogar AF Objektiven anderer Hersteller hast du eine gewaltige Auswahl. Das bietet dir kein anderes System.
          Dazu bringen erste Hersteller speziell für E-Mount APS-C und MFT speziell entwickelte Objektive raus die auch klein und lichtstark sind.

          1. Es scheint, dass wir die Kamera aus sehr unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Ich mache kein Video und das habe ich im Artikel auch klar kommuniziert. Die Features sehen im Bezug auf Video erstmal sehr gut aus, keine Frage aber das ist nicht meine Perspektive auch wenn dir das nicht passt. Ich könnte jetzt genauso in deine Richtung sagen, dass du unterschlägst, dass sie 4k nur bei 24p kann und keinen Kopfhörerausgang hat. Das die Kamera sich ausschließlich an Videografen wendet, da würde ich dir klar widersprechen. Features wie z.B. Liveview bei 8 FPS, vollelektronischer Verschluss und der AF zielen klar auf die Fotografen.

            Zum Touchscreen: Ich besitze immer noch eine Nex-5n und der Touchscreen macht auch die Benutzung vom dir so betonten Altglas deutlich angenehmer weshalb ich ihn in allen Nachfolgemodellen seit dem vermisse.

            Zu den Objektiven: klar kann man manuelle Objektive nutzen, ich selbst nutze für über 90% meiner Fotos manuelle Objektive. Dafür würde ich dann aber eine a7ii ganz klar bevorzugen und die kostet fast genauso viel. Ihre Stärken beim AF und bei der Größe kann die a6300 mit Altglas gar nicht bzw. nur eingeschränkt ausspielen und sehr viele Objektive sind vom 24Mp APS-C Sensor überfordert.

    2. Zudem kennt mal die „allgemeine“ Preispolitik der meisten Kamera-Hersteller. Oft purzeln die Preise dann doch recht schnell. Mal sehen, was die a6300 in einem Jahr kostet. Ja – und richtig: Photokina und Co. lassen grüßen! Das APS-C-Format dürfte sich – auch auf längere Sicht – etablieren, da Kamera und Objektive doch deutlich kleiner sind als Vollformat-Kameras. Und die Leistung nur marginal geringer, selbst für die meisten Profis völlig ausreichend. Und für den engagierten Amateur (ich gehöre dazu) ideal!

  2. das Objektivangebot ist genau der Grund warum ich bisher noch nicht umgestiegen bin. der Dynamikumfang und der Sensor reizen mich schon sehr. KB ist für mich irgendwie keine Alternative zu meinem vorhandenen mFT System, aber etwas größer könnte der Sensor schon sein. Die A6xxxer Reihe ist daher schon interessant, aber in Sachen Objektive ist das ein Drama

  3. Phillip, du triffst meine Gedanken zur A 6300 auf den Punkt!
    Auch die „objektiven“ Defizite hast Du klar benannt – das sehe ich genauso wie Du.

    Ich sehe keinerlei Grund, auch nur einen Cent in das NEX-System (so nenne ich die APS-C-Linie für mich weiterhin) zu investieren und meine A6000 durch dieses überteuertes „facelift“ abzulösen, solange sich Sony nicht klar durch tatkräftigen Ausbau des Objektivangebotes zur APS-C-Linie bekennt.

    Wer das Kleinbildformat bevorzugt, ist bei Sony bestimmt gut aufgehoben. Sucht man aber ein kompakteres (den Unterschied machen da besonders die Objektive!) Reisesystem, bieten Olympus und Panasonic auch bei höheren Ansprüchen an die Bildqualität deutlich mehr als das Sony APS-C-System :-(

    Und trifft das Sony APS-C-Objektivangebot den eigenen Bedarf, dann ist die A 6000 die bessere Wahl:
    für den Preis der A 6300 bekommt man eine komplette Ausrüstung A6000 + SEL 20 / 35 / 55-210 :-)
    (Gehäuse neu, Objektive neuwertig gebraucht)

    1. Ich sehe es wie Phillip.
      – Die A6000 ist doch sehr gut. Vor allem unter Anbetracht des Preises.

      – Die Objektivpolitik in Sonys APS-C Segment ist mies. Gerade wenn ich nicht kleine Vermögen für Objektive ausgeben kann oder will.

      – Also bleibt das Adaptieren was ja auch viel genutzt wird. (was sich übrigends im Preis der alten Objektive niederschlägt) Nachteil, und darauf hätte ich gesetzt: wieder kein Bildstabi.

      – Jetzt kommt die Neue für den doppelten Preis aber ohne Stabi im Body. Das hätte ja vielen geholfen.

      – Video kann ich nicht beurteilen da ich es nicht nutze.

      Bleibt die Frage warum jetzt wechseln? Um in 1-2 Jahren zum KB zu wechseln? Oder das Fabrikat. habe ja nicht allzuviel in Optiken investiert was mir den Markenwechsel erleichtern würde.
      Nee, Ist mir alles zu ungewiss und halbherzig und bleibe somit bei meiner A6000 mit der ich ja auch nicht unzufrieden bin.

  4. Also Philip du schreibst mir aus der Seele.
    Ich habe gerade im Systemkamera Forum die Kommentare gelesen und dachte schon alle Welt ist hellauf begeistert nur ich nicht, dann stieß ich auf deinen Kommentar mit der Verlinkung dieses Beitrags und kann nur zustimmen.
    Ich habe eine NEX 5R, lese super gerne deinen Blog und probiere seither gern mal alte Objektive aus. Mein Vater hat sich vor 2 Jahren eine A6000 gekauft. Ich fand sie toll und dachte „Naja die gleiche kaufe ich jetzt nicht, ich warte auf den Nachfolger“. Der ließ nun äußerst lange auf sich warten und das Warten hat sich meiner Meinung nach nicht gelohnt.
    Als die A7II Reihe auf den Markt kam war ich noch voller Vorfreude weil ich dachte, dass dann ja auch die A6000 Nachfolgerin einen integrierten Bildstabilisator haben muss. Als ich eben den Preis der neuen A6300 sah war ich dann auch noch ganz sicher. Die A600 hat bei Markteinführung, wenn ich mich recht entsinne, 650€ gekostet, die Neue mehr als das doppelte, da muss eine große Neuerung drin sein! Für mich leider nicht. Vielleicht bin ich auch vom Mond, aber wenn ich super tolle Videos drehen will, dann besorge ich mir doch eine Videokamera, aber wenn ich tolle Fotos machen will eine Fotokamera, oder?
    Ich bin mir sicher, dass die A6300 Verbesserungen mit sich bringt, aber für mich als HobbyfotografIN (vllt. ist auch das das Problem, ich bin eh der Meinung, dass Frauen anders Kameras entwickeln würden :) ) werden die nur marginal erfahrbar sein und keine 100% Preissteigerung rechtfertigen.
    Ich zumindest werde jetzt eher auf eine A7II sparen und mich trotz kleiner Hände mal über das Vollformat informieren (auch wenn ich der Überzeugung bin, dass Sony genau das möchte) oder hoffen, dass ich jetzt eine A6000 billig schießen kann.

  5. Ich kann mich diesem Blog-Post voll und ganz anschließen. Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich in den letzten Wochen immer wieder neugierig auf sonyalpharumors nach neuen mutmaßlichen Features des a6000-Nachfolgers geschaut zu haben. Den Release-Termin kannte die Seite, aber was da ansonsten so spekuliert wurde, war zu einem großen Teil auch falsch (der Name a6100, Stabilisator, deutlich höhere Auflösung des Sensors, Touchscreen, etc.)
    So wird Sony auf jeden Fall nicht attraktiver. Wenn nicht noch ein paar attraktive APS-C E-Mount Objektive kommen, wird das nichts mit Sony und mir. 😉

  6. Ganz klar will Sony die Kunden zum spiegellosen Kleinbild ziehen, da dort geringe Konkurenz und hohe Preise auf uns warten. Daher werden nur noch FE-Objektive neu auf den Markt gebracht, die kleinbildtauglich sind bzw. solche des A-Mount upgedatet, die sich mittels LAEA3 an den sensorbasierten Phasen-AF einer A7 adaptieren lassen.
    Bezeichnenderweise ist die Chance, dass ein A-Mount Sigma mit AF an einer E-Mount Kamera funktioniert geringer als ein Canonobjektiv mit Metabones. Auch mit Tamron, am A-Mount problemlos, gibts am spiegellosen Probleme. Somit hat man Ruhe von Drittherstellern und kann ungeniert Canikonianer verfuehren, deren Originalabjektive meist kaum billiger sind.
    Ich kam mir noch ziemlich verrueckt vor, als ich 600 Euro fuer ein altes Minolta 100 2.0 (soviel haette auch das MAF 85 1.4 gekostet) bezahlt habe. Heute halte ich das fuer grundvernuenftig. Das SEL 85 1.4 wiegt das Doppelte und kostet das Dreifache. Ein 85/90er unter 1.000 Euro? Das war einmal (SAL 85 2.8, Tamron 90 Di Makro).

  7. Auf den Punkt getroffen kann ich dazu nur sagen. Nur stellt mich das vor ein kleines Dilemma, meine Hoffnung war das Sony einen tollen Ersatz für meine NEX-5N auf den Markt bringt, da mich persönlich 2 Dinge an der a6000 stören. Zum einen kein Touchscreen(zum fokussieren sehr praktisch) und zum anderen könnte EVF besser sein (meine nächste Kamera muss wieder einen haben). Nun besitzt die neue a6300 keinen Touchscreen, hat wohl einen guten EVF aber kostet einfach viel zuviel…
    Vlt. schaue ich mir demnächst doch die Fuji X Serie genauer an, technisch soll Sie zwar etwas schwächer sein aber dafür mehr Handling bieten. Zum Glück besitze ich außer dem 1670Z und dem Sigma 30/2.8 nicht viel Zubehör.

  8. Hi Philipp,
    Das alles verstehe ich sehr gut und finde schön auf den Punkt gebracht. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, dass Du Dich an zwei Punkten etwas verrennst. Der eine ist das „günstige Porträtobjektiv“, das Du vermisst. Das ist mit dem SEL5018 doch da. Hab es mir gerade gekauft. Wenn ein 1.4/85 an VF die klassische Porträtlinse ist – gerade angekündigt – , was kann ein 1.8/50 an APS-C dann nicht? Insbesondere die Zielgruppe der NEX Reihe sollte damit sehr gut leben können. Bezahlbares Fotoequipment schließt „optimale“ Technik ziemlich aus und ersetzt sie durch „ausreichend gute“, sonst wären wir bei A7 und Konsorten oder noch ganz woanders.
    Das andere ist der Schluss, den Du aus Deinen sehr richtigen Beobachtungen ziehst. Ich habe 10 Jahre, seit Einführung der K10D, mit Pentax digital fotografiert. Genauso lange wurde mit jeweils guten Gründen das Ende des Pentax-Systems prognostiziert, die Argumente waren teilweise ähnlich, Objektive meist im Zentrum der Diskussion. Die Entwicklung des aktuellen Angebots hat sehr lange gedauert , schien phasenweise zum Stillstand gekommen zu sein. Bei jedem angekündigten APS-C Objektiv wurde massiv kritisiert, dass es für ein zukünftiges Vollformat (das damals komplett in den Sternen stand und bis heute nur angekündigt ist) untauglich sei. Ein 2.8/70-200 gibt es dort bis heute nicht, für die a6000 werde ich es aber für (viel) Geld kaufen können. Gut, es kann dann auch VF, so what? So etwas ist immer teuer und schwer, siehe z.B. auch Fuji.
    Ich denke, wir können erstmal abwarten, was da noch kommt. Kann sein, dass es teurer wird. Das kann immer passieren. Die Möglichkeiten, Fotos zu machen, wie ich das will, haben sich für mich mit a6000 + Doppelkit + SEL5018+Altglas erheblich verbessert und werden durch die Neuankündigungen nicht schlechter. Mal sehen, wie das in 2 Jahren so aussieht…
    Und Deine Enttäuschung kann ich verstehen. Die 6000 war sensationell günstig, vielleicht erleben wir hier nur die Korrektur eines „Fehlers“. 😉

    Gruß, svenski

    1. Danke für deine Gedanken.

      Ich bin auch ein große Fan des 1.8/50 aber etwas mit einem EF 1.8/85 oder Nikon G 1.8/85 vergleichbares fehlt mir trotzdem denn 75mm Äquivalent sind mir doch etwas zu kurz.

      Am Ende muss man wie du schon sagst in 2-3 Jahren gucken wo wir dann stehen, wenn jetzt an Objektiven nichts nachkommt denke ich dass das System dann merklich weniger Marktanteile haben wird. An ein baldiges Ende glaube auch ich nicht.

      Grüße,
      Phillip

  9. Hi Phillip, hast Du eigentlich bei Deinem historischen Blick auf das APS-C-E-Bajonett die Nex7 bewusst ausgelassen? Ich besitze diese Kamera noch und für mich ist die a6300 ein würdiger Nachfolger für die Nex7- die a6000 war es nicht, zu gering waren die Verbesserungen, störender waren für mich das Weglassen der Wasserwaage und das im neue Bedienkonzept ohne Tri-Navi.
    Auch wenn die 6300 immer noch „ein Rad zu wenig“ hat, ich freu mich jedenfalls auf einen schnellen Autofokus und noch mehr, dass man mit der a6300 endlich vernünftige, fernbedienbare Belichtungsreihen erstellen kann (ging aber auch bei der a6000?).
    Zu den Objektiven: das 10-18, 16-70 und die festbrennweiten sind m.E. gute Gläser, relativ klein und preiswert.

  10. Hallo Phillip,

    Deiner Einschätzung kann ich mich (wie auch beim 16-70Z) überhaupt nicht anschließen.

    Vorab: mein Hauptsystem ist SIGMA SD1 Merill (und hoffentlich bald eine SDQ!) wegen der besonderen Bildqualität des FOVEON-Sensors, tauglich allein bei ISO 100 bis vielleicht 400, schwer, klobig, langsam, Klapperspiegel, dazu ein voll ausgestatteter Linsenpark von 8 bis 400mm. Ich fotografiere so ziemlich alles, meist für Multimediashows. Das Sony System ist die Ergänzung mit den Ansprüchen klein, leicht, tauglich bis ISO 1600 und gelegentliche Videoclips, Bildqualität gut genug, um gegen die SIGMA nicht völlig abzuschmieren. APS-C halte ich für einen guten Formatkompromiss. MFT mag ich nicht, wer will 3×4 im 16×9 Zeitalter? Ich nicht. Fuji ist super, aber ich mag kein Retro. Den Rest spiegellos vergessen wir mal.

    Wie von Ferfried o. g. bin ich mit meiner NEX 7 unterwegs, deren Existenz Du ganz ausgeblendet hast. Bin immer noch gern mit dieser Kamera unterwegs, den ich WILL NICHT ALLER 2…3 Jahre ein neues Gehäuse kaufen. Warum denn auch??? Sony hat zum Glück nicht auch noch bei APSC alle Jahre „Nachfolger“ präsentiert. Wäre schön, wenn das so bleibt.

    Die A6000 war für mich trotz des attraktiven Preises völlig uninteressant: Kein Metallgehäuse, keine Wasserwaage, wieder kein Silent Shutter, weniger gut bedienbar. Einzig der schnelle Autofokus hätte mich gereizt, ohne dass ich den wirklich brauche.

    Die a 6300 bringt genau das was ich erwarte, auf den Punkt genau. Metallgehäuse, Wasserwaage, Silent Shutter, gut bedienbar. ZUSÄTZLICH bekomme ich einen wiederum etwas optimierten Sensor mit zum Glück nicht mehr als 24MP, superschnellen Autofokus auch für adaptierte Objektive, und (GENIAL!) eine Slow-Motion-Option für HD-Video. Die 4k brauche ich (noch) nicht, das wird sich aber schneller ändern, als mir lieb ist. Wenn ich erst meine Fotos mit 4k projeziere will ich auch die Clips in diesem Format. Ich bin in erster Linie Fotograf, aber eine Multimediashow lebt heute auch von kurzen Videoclips, die gute Fotos ergänzen.
    Und ZUM GLÜCK KEIN GEHÄUSESTABI! Meine größte Befürchtung beim NEX7-Nachfolger war, dass Sony mit einem IBIS das kompakte Gehäuse unnötig aufbläht (siehe A7xxx, aber da gibt es ja immer noch parallel die unstabilisierte Variante).
    Zum Preis: passt. Passt ganz genau.Wie die NEX7 zur Einführung nur viel, viel besser.

    Zu den Objektiven. Lieber Phillip, was willst Du eigentlich noch??? Ich bin ein Objektivsammler, habe immer zu viele, für meine NEX habe ich z. B. an Zooms das 1018f4, 1650PZ, 1670Z (das ist perfekt für die NEX7) und das 55210. Dazu 16f2.8+UWW (was ab f5.6 sehr brauchbar ist), 19f2,8, 24f1.8Z, 30f2.8, 30f3.5Makro und 50f1.8. Dazu jede Menge Altglas, z. B. ein 50er Makro, denn Makros macht man meist manuell. Da gibt es noch einige Traumlinsen für APSC, die ich mir verkneife, da ich jetzt schon nicht weiss, wass ich eigentlich mitnehmen soll. 12f2.8, 32f1.8, 30f1.4, 35f1.8, 50f2.8Makro (warum muss das 60mm sein???) und 60f2.8. Ich höre jetzt auf, Du weisst selbst was Samyang und Co. noch bieten. Und dann wären da noch ALLE FE-Linsen….

    Preise ganz allgemein: Kann mir das lachen immer schwer verkneifen, wenn in Internetforen selbsternannte Experten aus Ihrem Fotoamateur-Mikrokosmos heraus die weltweite Preis-Produkt-Politik von Konzernen wie Sony (oder wem auch immer) beurteilen und dabei alle alles besser wissen. Sehr erheiternd.
    In diesem Zusammenhang nach dem „Ende der APS-C E-Mount-Linie“ zu fragen ist nicht ganz nachvollziehbar.

    Zum Schluss: Ich mag deinen Blog, Deine Forenbeiträge und ganz besonders Deine Fotos SEHR, auch wenn ich nicht immer ganz Deiner Meinung bin.

    Beste Grüße,
    Uwe

    1. So unterschiedlich sind die Bedürfnisse. Wie in der Einleitung geschrieben ist das ganze meine eigene Sichtweise ohne Anspruch auf irgendwelche Allgemeingültigkeit. Wenn man da immer eienr Meinung wäre fänd ichs langweilig.

      Sony hat ein brauchbares APS-C Lineup, da widerspreche ich dir nicht. Trotzdem fehlen mir einige Objektive, welche ich für am wichtigsten halte habe ich aufgeschrieben. Der Titel ist etwas zugespitzt keine Frage aber wenn ein Hersteller in 2.5 Jahren kein kein einziges neues APS-C Objektiv auf den Markt bringt, dann halte ich diese Zuspitzung nicht für übertrieben.

      Grüße,
      Phillip

      1. Vielleicht stirbt APS-C, vielleicht ruht sich Sony auf dem Systemvorsprung aus, weil nicht wirklich Konkurrenz da ist (Fuji kann weder Video noch drahtlos blitzen, DSLR bedient andere Produktsegmente), vielleicht ist die Fertigungskapazität noch nicht da und der hohe Preis für die A6300 sorgt dafür, dass die Nachfrage im Ramp-Up nur knapp über der Fertigungskapa liegt, und vielleicht hebt Canons EOS-M doch noch ab.

        Optionen hat Sony doch in alle Richtungen, die können die Gene der A7*II und/oder der A6*00 in A-Bajonett-Gehäuse pflanzen und sich dabei des SLT-Spiegels entledigen. Die können den Preis der A6300 anpassen. Die können nächstes Jahr eine A6700 rausbringen mit größerem Gehäuse und Antiwackel (mehr Platz für Tasten ist nicht wirklich verkehrt, die A7-Serie ist schon für deutsche Männerhände in Größe M zu klein, die A6000 sowieso) und meinetwegen können sie noch eine Brücke bauen und einen LA-EA5-Adapter bauen, der wie der EA3 spiegellos ist, aber wie der EA4 noch einen Antrieb hat.

        Du suchst ja was wie ein E58/1,2 OSS, evtl. als STF, und das würde bei Sony vermutlich auch über 1000 € kosten. Der Unterschied im Gehäusepreis verläuft sich dann aber im Gesamtsystem, wenn da erstmal drei Objektive mit vierstelligem Preis auf der Liste stehen, vielleicht noch Blitzgeräte, Studioblitze, Hintergründe und wer-weiß-was.

        Schauen wir mal:
        Eine E-APS-C mit Deinem Wunschobjektiv würde vielleicht 2000…2500 € kosten. Wenn Gewichtsoptimierung das Ziel ist (dann nörgeln alle über Material oder Bildqualität oder Preis), kommt man vllt. auf knapp 800 g.

        Wieviel kostet eine A7 mit dem FE Batis 1.8/85, das ebenfalls stabilisiert ist? Auch in dem Preisrahmen, wiegen zusammen ungefähr 1kg.

        Schauen wir uns Fuji an, X-T1 (APS-C) mit dem XF56/1,2 R, kostet gut 2000 €, wiegen zusammen auch ungefähr 1 kg. NICHT stabilisiert.

        Fuji-X als System kann das kompakter, wenn man die X-T10 hernimmt und die A6000, dann holt man auch ein paar Hundert Euro beim Gehäusepreis, aber letztlich ist das doch Jacke wie Hose.

        Zugegebenermaßen ist das Fuji-Objektiv kompakter und eine X-T10 wäre zu haben, aber Sony so viele Objektive nahe 90 mm KB-äquivalentem Bildwinkel, das geht aufs Dutzend zu.

        Allein Sony FE deckt diese Brennweite fünffach ab, ohne lichtschwache Kit-Teles mitzuzählen: Batis 85/1,8, Sony 85/1,4 GM, 90/2,8 G Macro, 70-200/4 G und 70-200/2,8 GM. A-Bajonett: Planar 85/1,4 und SAM 85/1,8, evtl. noch Sonnar 135/1,8, das STF und das 100/2,8 Makro. 70-200/2,8 G SSM II (ja, das hat eine obszöne UVP). Fremdhersteller, die da was können, gibt’s auch. Das Sigma 60/2,8 DN besetzt z. B. die Lücke für „kompakt“ und APS-C.

        Warum würde Sony denn zwei vollständige Systeme entwickeln? Ich befürchte eher, dass das A-Bajonett stirbt und kleinere Produktions- oder Einzelteileanpassungen für die IIer Auflagen der A-Objektive gesorgt haben, und Sony dann bei einer der Gelegenheiten gleich mal die II draufgeschrieben und den Preis korrigiert hat.

        Das Problem dürfte am Smartphone eher sein, dass Dir das das untere Ende vom Kameramarkt kannibalisiert hat, und Leute, die keinen Wert auf Freistellen von Motiven vor/hinter Hinter-/Vordergrund legen, werden doch eher dafür sorgen, dass das nächste Smartphone eine gescheite Kamera hat, und für die Kohlen eines A6000-Outfits haben die Leute gerade ein iPhone, Samsung Edge oder Xperia gekauft.

        Sony ist in diesem Marktsegment noch nicht in der Position, alle Nischenbedürfnisse befriedigen zu können, die wollen in den Massenmarkt, und dazu müssen sie zuerst die Massen abholen und sich nicht den Mauerblümchen widmen, und das haben sie mit FE weitgehend geschafft, haben ein plausibles Sortiment mit stellenweise befremdlichen Preisen (24-70/4, A6300) und sind damit profitabel.

        Und, platt gefragt, tut es Dir weh, wenn Sony noch nicht alle exotischen Bedürfnisse befriedigt? Wenn ja, warum?

        1. Nein, ich suche kein 1.2/55 für 1000€, ich schrieb etwas von einem bezahlbaren Portraitobjektiv. Im MFT System wäre das das 1.8/45, Bei CaNikon das 1.8/85.

          Auch ein nicht zu großes, bezahlbares makro halte ich nicht für einen exotischen Wunsch.

          Hier ein Beispiel, wo genau diese Wünsche einen nach Alternativen zur a6000 suchen lassen.

          Warum mich diese Entwicklung stört habe ich glaube im Fazit schon recht genau geschrieben, da habe ich wenig hinzu zu fügen.

  11. „Die Handyfotografen die einen Touchscreen vermissen sollen dann lieber beim Handy bleiben “

    Sorry – so ein Blödsinn! Abgesehen davon , dass manche mit Handys aussagekräftigere und genialere Fotos zustande bringen als andere mit umfassendster Kleinbildsenor-Ausrüstung.

    Den Touchscreen vermisse ich seit dem Umstieg von der GX 7 zur A 6000 am meisten: gut gemacht erlaubt er das Verschieben des Fokuspunktes per Daumen, wenn das Auge am Sucher!
    Fokusverstellung mit der Cam am Auge per Tastendrückerei erscheint einem so überholt wie Auto-Anwerfen per Kurbel, wenn man z.B. mit der Panasonics genialer Lösung per Touch schon gearbeitet hat.

  12. „Kein lichtstarkes Weitwinkel“
    Das 24f18 ist doch ein lichtstarkes Weitwinkel, oder?
    Sicher ist es relativ teuer, aber dennoch gibt es es.

    „Kein bezahlbares Portraitobjektiv “
    Das kommt wieder auf die Definition von Potrtrait-Obektiv an, mit dem SEL50f18 lassen sich schon gute Portraits machen.

    Dennoch wären genau die beiden Bereiche mein größter Kritikpunkt. Was ich im APS-C Bereich gerne hätte:
    -75mm f2 – bezahlbar, meinetwegen auch 2.8 mit OSS
    -günstigeres 24mm

    Beim Rest stimme ich dir natürlich zu, glaube aber dass es eben kaum Markt dafür gibt. Ein lichtstarkesTele Obektiv wäre kaum kleiner als eines für VF und ist damit für alle, die ein kleines System wollen eher uninteressant. Außerdem würde bswp. ein 50-150 2.8 bei Sonys Preispolitik sicher ~1000€ kosten. Das sind die durschn. Käufer der a6000 (Pro-Sumer und Smartphone-Upgrader) nicht gewillt auszugeben, die Käufer der A7-Reihe oder Fuji-Käufer schon eher.

    Im Moment gibt es m.m.n. im APS-C Lineup weniger Lücken als im VF-Lineup, deswegen kann ich schon verstehen warum Sony seine Ressourcen darauf konzentriert (abgesehen von höherer Marge 😉 )

    1. Das ist so gerade noch ein WW, dachte ehr an etwas um 21-24mm äquivalent. Ja, man kann mi dem 50er tolle Portraits machen, es ist eins meienr Lieblingsobjektiv aus dem Hause Sony. Trotzdem sind 75mm äquivalent recht wenig für ein Portraitobjektiv.

      Mein Punkt ist auch nicht, dass sich mit den Sony Objektiven keine guten Fotos machen ließen, aber sobald jemand sich stärker spezialisiert und entsprechend seinen Objektivpark ausbauen möchte erreicht er bei Sony sehr schnell die Grenzen des Systems. Das passt meiner Meinung nach nicht mit dem sehr ambitionierten Preis der a6300 zusammen. Aber es ist auch nur eine Meinung und man wird sehen wohin die Reise geht.

      Ich halte das FE System inzwischen für deutlich kompletter als das E-System.

  13. sehr richtiger Artikel – zwar schon von Anfang des Jahres, aber seit dem hat Sony nicht ein APC Objektiv rausgebracht oder angekündigt. Sony scheint zu glauben, der geneigte Axxx User wird sich FE Objektive kaufen – aber das ist quatsch: zu schwer, zu groß zu teuer. Damit wird dem Konzept klein & transportabel klar widersprochen.

    von Sony ist das extrem dumm – die A6000 ist die meist verkaufte Kamera aller Zeiten. Wie kann man da keine Objektive entwickeln? Stattdessen wird ein FE-Objektiv nach dem anderen auf dem Markt geschmissen – jedes teurer als das andere: Sony möchte einfach so gerne „Pro“ werden und vernachlässigt die breite Masse komplett.

    Obendrein sind die FE Objektive von der Preisgestaltung ein Scherz: das neue 70-200mm 2.8 kostet 3K. Das vergleichbare von Canon kostet 2K, bei Nikon gibts das für unter 1K usw. … jaja „Boookeh..“

    Die vorgenannten Schreiber, die der Aussage des Artikels widersprechen kann ich leider nicht für voll nehmen. Hartnäckiges negieren von Tatsachen findet sich im Internet leider zu häufig.

    Ich habe mich dazu entschlossen zu Fuji zu wechseln – seit der Xt2 steht ja fest, dass Fuji auch Video kann (was für mich wichtig ist) – da bekomme ich ein komplettes Lineup von deutlich besseren Linsen als den APC Gläsern von Sony. Die kosten zwar auch was – aber da sony nach dem A-Mount jetzt auch das APC E-Mount einstellt – kann ich bei Fuji wenigstens sicher sein, dass da in ein paar Jahren auch noch was rauskommt.

    Danke für den richtigen Artikel

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*